Turu II - SVH 5:3
Negativserie fortgesetzt

Der Spielplan meint es nicht besonders gut mit dem SV Hösel. Ein Topteam nach dem anderen hat der SVH vor der Brust. Jedes Mal spielt die Mannschaft gut mit, aber am Ende fehlt die Kraft und Konzentration für den ganz großen Wurf. Diesmal sah der SVH bis zur Endphase wie der Sieger aus, aber dann kam alles anders. Zunächst ging der Gastgeber standesgemäß 1:0 in Führung. Bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze pennte die blau-weiße Hintermannschaft und Turu konnte mutterseelenallein zur Führung einnicken. Doch der SVH fing sich und kam selbst immer wieder mit temporeich vorgetragenen Kontern über den flinken Patrick Ziegler zu Möglichkeiten. Einen dieser Konter schloss Patrick folgerichtig aus 13 Metern trocken zum 1:1 ab. Nach Chancen hüben wie drüben ging es mit einem 1:1 in die Pause.
Die 2. Halbzeit begann mit Anstoß für dem SV Hösel. Dieser offenbarte die Schwächen in der Abwehr der Turu. Einen harmlosen langen Ball machte diese wieder gefährlich, so dass Nico Sollazzo dazwischen sprinten konnte, den Torwart umkurven konnte und ins leere Tor einschieben konnte. Patrick Ziegler erhöhte wenig später mit einem perfekt platzierten Schuss von der Strafraumgrenze zum 3:1. Als dann auch noch ein Turuspieler um seine gelb-rote Karte verbal bettelte, waren eigentlich alle Signale auf Sieg gestellt, wenn nicht das Team bei Überzahl immer das Fußballspielen einstellen würde. Dennoch bot sich Sezer Orhan eine weiter hundertprozentige Chance. Völlig unbedrängt entschloss sich Sezer zu einem Direktschuss nach Zuspiel von Patrick Ziegler und jagte den Ball leider in die zweite Reihe. Danach wäre der berühmte Drops wahrscheinlich gelutscht gewesen.
Turu ging nun volles Risiko und wechselte einen weiteren Stoßstürmer ein, der in der Folgezeit fast jedes Kopfballduell gewinnen sollte. Eben jener bedankte sich bei Schlussmann Reckzeh mit einem Kopfballlupfer dafür, dass dieser bei einem Diagonalball etwas zu weit vor dem Tor stand. Die kurzzeitige Folge war steigende Nervosität und ein Verlust der taktischen Ordnung. Fast sah es so aus als hätte das Team bereits einen Rückstand kassiert. Gerade als man sich wieder gefangen hatte, sorgte eine krasse Fehlentscheidung der ansonsten gut leitenden Schiedsrichterin für die endgültige Wende. Ein klarer Abstoß wurde als Ecke gewertet. Selbst der Turu-Angreifer hatte sich bereits abgewendet. Mit dieser Ecke gelang der Turu der Ausgleich.
Die Mannschaft zeigte noch einmal eine vorrübergehende Trotzreaktion. Sowohl Benny Sailer als auch Robert Begovic liefern noch einmal allein auf den Turu-Torwart zu. Benny Sailer schoss am Tor vorbei, Begovic‘ Schuss wurde pariert. So kam es wie es kommen musste. Sebastian Reckzeh verzog einen Bodenabschlag. Turus Goalgetter Meyer nahm diesen Abschlag mustergültig an und zog einfach mal aus 35 Metern mit links aus der Drehung ab. Es passte zum Verlauf des Spiels, dass dieser Ball natürlich unhaltbar im linken Winkel einschlug. Dem letzten Hösel-Angriff folgte dann noch einmal ein Konter zum 5:3.
Das war sicher eine der bittersten Niederlagen der letzten Jahre. Ruhe bewahren heißt das Motto der Stunde. Vier Niederlagen hin oder her. Das Team hat in drei Duellen mit den Aufstiegsaspiranten gute Leistungen geboten und das in einer Phase, in der Verletzungspech und berufliche Überlastung den kleinen Kader überfordern.
Nun gilt es, das Selbstvertrauen zu behalten, um in den Duellen mit den direkten Konkurrenten die Oberhand zu behalten.

Aufstellung: Reckzeh – Rosinski, Hermann, Kränzler, Yilmaz, Walter (70. Orhan), Sailer, Hubert (78. Tillmann), Sollazzo (80. Kovacic), Begovic, Ziegler

Tore: 1:0 (11.), 1:1 Ziegler (29.), 1:2 Sollazzo (46.), 1:3 Ziegler (65.), 2:3 (72.), 3:3 (85.), 4:3 (89.), 5:3 (90.)

 

Zurück in der Spur

Der SVH hat einen wichtigen Sieg gegen den Tabellennachbarn Agon 08 eingefahren. Nach 4 Niederlagen in Folge, davon 3 gegen Aufstiegsaspiranten, war ein Sieg Pflicht. Die Mannschaft hielt dem Druck stand und fuhr letztendlich verdient 3 Punkte vor gut besuchter Kulisse ein.
In einer temporeichen Partie präsentierten sich die Gäste wie erwartet bissig im Zweikampf und setzten den SVH schon in der eigenen Hälfte unter Druck. Dieser wusste sich aber meist mit spielerischen Mitteln zu befreien, so dass das Tor von Sebastian Reckzeh kaum in Gefahr geriet. Auf der Gegenseite zeigte sich der SVH immer wieder durch Tempovorstöße über Benny Sailer und Patrick Ziegler gefährlich. Der SVH zeigte sich ingesamt technisch überlegen und einige flüssige Kombinationen. Dennoch fiel das folgerichtige 1:0 nach einer Standardsituation. Nachdem die erste Hereingabe noch abgewehrt werden konnte, vollendete Viktor Kränzler die darauffolgende zur ersehnten Führung. Trotz weiterer Chancen ging es mit der knappen Führung in die Pause.
Nach der Pause änderte sich nicht viel am Bild. Die Gäste spielten munter mit, aber wirklich zwingend vor das Tor kamen sie nicht. Agon arbeite nun vermehrt mit hohen Bällen, die aber der eingewechselte Yannick Esken meist abzufangen wusste. Er verlor nicht ein Kopfballduell. Die vermeintliche Entscheidung sollte dann eine Einzelaktion bringen. Benny Sailer erinnerte sich in aussichtsreicher Position daran, dass er mit einer überdurchschnittlichen Schnelligkeit gesegnet ist, zog drei Mann mit einem Solo davon und passte dann vorbei am Torwart auf den mitgelaufenen Patrick Ziegler, der nur noch ins leere Tor aus 14 Metern einschieben musste. Danach vernachlässigte der SVH allerdings mal wieder allzu sehr die Defensivarbeit und schaltete zu spät um. Natürlich ergaben sich Konterchancen. Den schönsten Konter vollendete Benny Sailer zur vermeintlichen Entscheidung als er eine gefühlvolle Flanke per Dropkick über den heraus eilenden Agonschlussmann zum 3:0 in die Maschen hob. Der Schiedsrichter wertete dies als Abseits. Schwer vorstellbar, war Benny doch mehrere Meter hinter dem Ball bei Ballabgabe. So kam der Gast dann doch noch vermehrt zu Chancen und traf in der 90. Minute folgerichtig zum 2:1. Dieser Vorsprung wurde dann aber über die Zeit gebracht. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, die optimistisch für die nächsten Aufgaben stimmt.

Aufstellung: Reckzeh – Rosinski, Kränzler, Herrmann, Yilmaz, Orhan, Sailer, Hubert (60.Walter), Sollazzo (86. Tillmann), Begovic (60. Esken), Ziegler

Tore: 1:0 Kränzler (27.), 2:0 Ziegler (67.), 2:1 (90.)

Serie gerissen

Im vierten Aufeinandertreffen hat es den SVH erstmals gegen den 1.FC Monheim erwischt. Wieder ein Topteam, wieder mit einem Tor Unterschied verloren. Mit diesem Satz lässt sich das Dilemma recht einfach zusammenfassen.
Die erste Halbzeit ging mehr als klar an die Gäste. Gefühlte 70% Ballbesitz hatte der Gegner, der den Ball sicher, aber uneffektiv in seinen Reihen zirkulieren ließ. Torchancen waren somit Mangelware. Der SVH kam in der ersten Halbzeit genau einmal gefährlich vor das Monheimer Tor und wurde unberechtigt mit der Entscheidung Abseits zurückgepfiffen (Yannick Esken kam aus dem Rückraum), die Monheimer schafften das Kunststück, zweimal vor das Tor von Torwart Sebastian Reckzeh zu kommen. Die erste Chance bedeutete dann auch direkt das 0:1. Ein frontal getretener Freistoß wurde unglücklich von Yannick Esken per Kopf abgefälscht und schlug deshalb unter der Latte ein. Torwart Reckzeh konnte diesen Ball nur sehr spät sehen und war schon in die andere Ecke unterwegs. Danach stolperte Monheim noch eine flache Hereingabe am 2. Pfosten am Tor vorbei. Nach einer schwachen ersten Halbzeit ging es mit 0:1 in die Pause.
Aus der kam der SVH stark verbessert wieder. Maik Franke wechselte Robert Begovic ein und dieser sorgte nun dafür, dass die Bälle in die Spitze nun endlich einen Abnehmer fanden. Nach einer schönen Kombination auf der Außenbahn über Yannick Esken brachte Nico Sollazzo eine Flanke auf eben jenen Begovic. Dieser legte per Kopf auf Martin Rosinski, der in Uwe-Seeler-Manier den Ball im Rückwärtsfallen in den Winkel köpfte. 1:1 und das Spiel schien sich zu drehen. Nico Sollazzo konnte weniger später nach Steilpass von Benny Sailer auf 2:1 erhöhen, entschied sich aber für einen ungenauen Heber, anstatt den zögerlich herauseilenden Monheim-Schlussmann zu umkurven. Wenig später vergab er eine weitere Einschussmöglichkeit, allerdings mit seinem schwachen Fuß. Mit seinem starken Fuß vergab leider Nils Hermann eine weitere 100%ige, als er nach schnell ausgeführten Freistoß alleine vor dem Torwart auftauchte, diesem aber den Ball in die Arme spitzelte.
Leider wurden die Nachlässigkeiten in der Offensive wieder bestraft. Ärgerlich nur, dass in der Halbzeitpause besprochen wurde, dass Monheim seine Standards ausschließlich auf den zweiten Pfosten schlägt. Aus eben jener Position konnte nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld Monheim zur erneuten Führung einköpfen. Der SVH war noch einmal alles nach vorne, aber Robert Begovic fehlte noch zweimal die Fortune, um zum vielleicht gerechten Ausgleich einzuköpfen. Aufgrund der ersten Halbzeit eine vielleicht nicht unverdiente Niederlage, allerdings wäre durchaus mehr drin gewesen.

Aufstellung: Reckzeh - Rosinski, Hermann, Kränzler, Yilmaz (67. Kovacic), Orhan, Esken, Hubert (46. Begovic), Sollazzo, Sailer, Ziegler (80. Tillmann)

Tore: 0:1 (15.), 1:1 Rosinski (50.), 1:2 (65.)

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Über uns

Der SV Hösel wurde 1948 mit den Vereinsfarben blau und weiß gegründet und ist bis heute ein reiner Fußballverein.
Aktuell besitzt der SVH 461 Mitglieder, darunter 248 Jugendliche in 11 Jugendmannschaften.
Darüber hinaus stellt der SVH 4 Seniorenmannschaften, davon eine Altherrenmannschaft.

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